Wie Hotels mit WhatsApp & E-Mail mehr Direktbuchungen erzielen

Übersicht
- Pro Buchung 15–20 % Provision an Buchungsplatformen. Das ist kein Pech. Das ist eine Entscheidung.
- Warum E-Mail und WhatsApp überhaupt relevant sind
- Was du mit beiden Kanälen überhaupt erreichen willst
- E-Mail und WhatsApp: was jeder Kanal wirklich kann
- Die Gästereise: wann welcher Kanal am meisten bringt
- Rechtliches – kurz und ehrlich
- Warum gerade auch kleine Hotels hier einen Vorteil haben
Pro Buchung 15–20 % Provision an Buchungsplatformen. Das ist kein Pech. Das ist eine Entscheidung.
Eine bewusste Entscheidung ist es bei den wenigsten. Die meisten Hotels sind einfach irgendwann auf den Plattformen gelandet. Weil es schnell ging, weil alle anderen das auch machen, weil es funktioniert hat. Und dann blieb es so.
Ich rede hier nicht von einer Grundsatzkritik an Buchungsplattformen. Die bringen Sichtbarkeit. Aber wer fast ausschließlich über sie bucht, zahlt dafür dauerhaft – und gibt gleichzeitig die direkte Beziehung zu seinen Gästen ab.
Zwei Kanäle können das ändern. Und die meisten Hotels haben sie schon – nutzen sie nur nicht richtig: E-Mail und WhatsApp.
Warum E-Mail und WhatsApp überhaupt relevant sind
Buchungsplattformen sind nicht das Problem. Sie bringen Sichtbarkeit, besonders für Hotels, die noch keine eigene Community aufgebaut haben. Das Problem ist die einseitige Abhängigkeit davon.
Wer ausschließlich über OTAs (Online Travel Agencies wie Booking.com oder Expedia) verkauft, zahlt 15 bis 20 Prozent Provision pro Buchung. Und was noch schwerer wiegt: Der Gast gehört in diesem Moment nicht dir, er gehört der Plattform. Du weißt kaum etwas über ihn, du kannst ihn nicht direkt ansprechen, und du hast wenig Chancen, ihn beim nächsten Mal als Direktbucher zurückzugewinnen.
E-Mail und WhatsApp drehen das um. Sie sind direkte Kanäle – zwischen dir und deinem Gast, ohne Mittelsmann, ohne Provision.
90–98%
Öffnungsrate bei WhatsApp-Nachrichten im Hotelbereich
20–25%
Typische Öffnungsrate von Hotel-E-Mails
nur 12%
der Hotels nutzen WhatsApp aktiv für Marketing
Das bedeutet konkret: WhatsApp-Nachrichten werden fast immer gelesen. E-Mails landen immer noch deutlich öfter beim Empfänger als ein Flyer in der Hotellobby. Und der überwiegende Teil der Hotels macht mit diesen Kanälen gerade noch viel zu wenig.
Was du mit beiden Kanälen überhaupt erreichen willst
Bevor du anfängst, irgendwas zu verschicken: Es hilft, kurz zu klären, was das Ziel ist. Denn „mehr E-Mails schicken” ist kein Ziel, es ist Beschäftigung.
Die meisten Hotels, die E-Mail und WhatsApp strategisch einsetzen, verfolgen eine Kombination dieser Ziele:
Mehr Direktbuchungen
Gäste, die schon mal da waren, sollen beim nächsten Mal direkt buchen, nicht über andere Kanäle.
Höhere Auslastung in der Nebensaison
gezielte Angebote an bestehende Kontakte statt allgemeine Rabattaktionen.
Mehr Umsatz pro Aufenthalt
Upgrades, Spa-Slots, Restaurant-Reservierungen, Late-Checkout. Das nennt man Upselling.
Bessere Bewertungen
Wer im richtigen Moment nach einer Bewertung fragt, bekommt öfter eine.
Stammgäste, die wiederkommen
und im besten Fall weiterempfehlen. Wichtig ist auch: Erfolg lässt sich messen. Öffnungsraten, Klickraten, wie viele Buchungen über einen Kampagnen-Link reinkommen, wie viel Umsatz ein Upsell-Angebot gebracht hat. Wer das nicht trackt, tappt im Dunkeln.
E-Mail und WhatsApp: was jeder Kanal wirklich kann
Beide Kanäle haben echte Stärken. Und echte Schwächen. Das zu verstehen ist wichtiger, als einfach loszulegen.
Kurz gesagt: E-Mail ist die Bühne für Substanz und Segmentierung. WhatsApp ist der direkte Draht zum Gast – schnell, persönlich, hocheffektiv, wenn er nicht überstrapaziert wird.
Die Gästereise: wann welcher Kanal am meisten bringt
Ein Gast durchläuft mit deinem Hotel mehrere Phasen – von der Buchung bis zur Bewertung Wochen später. Und in jeder Phase gibt es einen optimalen Kanal und optimale Inhalte.
PHASE 1 – PRE-STAY (VOR DER ANREISE)
Nach der Buchung kommen Bestätigung, Check-in-Informationen, Anreisebeschreibung, Parkplatz-Hinweise. Das geht gut per E-Mail – strukturiert, mit Bildern, alles auf einen Blick. Dann, zwei bis drei Tage vor Anreise: ein kurzes WhatsApp mit einem Upgrade-Angebot. „Noch ein freies Zimmer mit Bergblick – Interesse?” Hotels, die so arbeiten, berichten von Upsell-Konversionsraten zwischen 28 und 40 %. Per E-Mail liegt das deutlich darunter, oft unter 10 %.
PHASE 2 – IN-STAY (WÄHREND DES AUFENTHALTS)
WhatsApp entwickelt sich hier zum digitalen Concierge. Gäste können Zimmeranfragen stellen, Housekeeping rufen, einen Tisch im Restaurant reservieren oder den Spa-Slot anfragen – alles über einen Kanal, den sie eh schon auf dem Smartphone haben. Hotels, die das eingeführt haben, berichten von bis zu 40 % weniger Telefonanrufen an der Rezeption. Gleichzeitig steigen die Bewertungen, weil Antworten schneller kommen. E-Mail spielt in dieser Phase kaum eine Rolle – außer für Wochenprogramme oder längere Aufenthalte.
PHASE 3 – POST-STAY (NACH DEM AUFENTHALT)
Hier liegt das größte ungenutzte Potenzial vieler Hotels. Direkt nach dem Check-out: ein kurzes WhatsApp mit dem Bewertungslink. Ein bisschen später: eine E-Mail mit einem persönlichen Dankeschön und einem Angebot für den nächsten Aufenthalt. Langfristig – saisonal oder zu besonderen Anlässen – kommen E-Mail-Newsletter mit Neuigkeiten aus dem Haus, Tipps aus der Region oder exklusiven Frühbucherangeboten.
Die Kombination aus beiden Kanälen entlang dieser drei Phasen ist das, was den Unterschied macht. Wer nur ab und zu einen Newsletter verschickt, lässt den größten Teil des Potenzials liegen.
Rechtliches – kurz und ehrlich
Ein Punkt, den man nicht ignorieren sollte: Für Marketingnachrichten per E-Mail und WhatsApp brauchst du die ausdrückliche Einwilligung deiner Gäste – das schreibt die DSGVO vor. Das klingt bürokratischer als es ist. In der Praxis bedeutet es: eine klare Checkbox auf der Buchungsstrecke, transparent formuliert, mit einfacher Abmeldemöglichkeit.
Wer das sauber aufbaut, hat damit keine Probleme.
Warum gerade auch kleine Hotels hier einen Vorteil haben
Es klingt vielleicht so, als wäre das alles eher etwas für größere Häuser mit Marketing-Budget. Ist es nicht.
Gerade kleine und unabhängige Hotels haben etwas, das große Ketten nicht einfach kopieren können: Persönlichkeit. Eine WhatsApp-Nachricht, die sich wirklich persönlich anfühlt, schlägt jede automatisierte Buchungsplattform-Benachrichtigung, wenn sie gut gemacht ist.
Und das Zeitfenster ist günstig: Nur etwa 12 % der Hotels nutzen WhatsApp aktiv für Marketing. Wer jetzt anfängt, hat einen echten Vorsprung.
Wir unterstützen dich dabei
Wir bei tomatig.de helfen Hotels dabei, genau das aufzubauen – von der technischen Einrichtung über die Opt-in-Strategie bis zur laufenden Betreuung von E-Mail- und WhatsApp-Kampagnen.
E-Mail und WhatsApp sind keine Geheimwaffe. Sie sind direkte Kanäle, die die meisten Hotels schon haben – und die meisten deutlich zu wenig nutzen.
E-Mail für Substanz und Planung. WhatsApp für Schnelligkeit und persönliche Relevanz. Beide zusammen, entlang der Gästereise eingesetzt, können den Direktbuchungsanteil spürbar erhöhen, Umsätze steigern und die Abhängigkeit von Buchungsplattformen reduzieren.
Das braucht kein großes Budget. Es braucht ein bisschen Struktur – und den Willen, es wirklich anzugehen.
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